Gemeinsam stark für Bildung

Wir unterstützen drei aktuelle Ausbildungsprojekte für Jugendliche von Brot für die Welt

Indien:

Gemeinsam für Gerechtigkeit

Die Her­kunft bestimmt in Indien, wel­che Chan­cen Jugend­li­che in der Gesell­schaft haben. Die Jugend­or­ga­ni­sa­tion Sam­vada 
in Ban­ga­lore rich­tet sich gegen Aus­gren­zung und will allen Jugend­li­chen Per­spek­ti­ven geben. In eige­nen Jugend­zen­tren, mit Kul­tur­events und durch von Jugend­li­chen selbst­organi­sier­ten Kam­pa­gnen macht Sam­vada Mut für eine gerechte und fried­li­che Gesell­schaft. Im Col­lege von Sam­vada ler­nen die Jugend­li­chen Berufe, mit denen sie zu einer Ver­bes­se­rung 
der Gesell­schaft bei­tra­gen können.

Im Rah­men der Aktion “5000 Brote — Kon­fis backen Brot für die Welt” haben wir am 11.11.2020 den Work­shop “Gemein­sam für Gerech­tig­keit — Ler­nen über Indien” durch­ge­führt. Im Work­shop erzäh­len Poor­nima, Anu und Kha­leef von der Orga­ni­sa­tion Sam­vada wie Jugend­li­che in Indien sich für eine gerechte und nach­hal­tige Gesell­schaft stark machen. Als Bei­spiele für von Jugend­li­chen gesteu­erte Kam­pa­gnen berich­tet Anu von einer Initia­tive für nach­hal­tige Land­wirt­schaft und Kha­leef von einer Müll­ver­mei­dungs-Kam­pa­gne. Den Berichts­teil des Work­shops haben wir für euch auf­ge­zeich­net. Gemein­den, die an der Aktion “5000 Brote” von KWA, EKD, Bäcker­ver­band und Brot für die Welt teil­neh­men, kön­nen das Video in der Kon­fir­man­den­ar­beit ein­set­zen. Zum Video — hier kli­cken!

UPDATE 2021: Die Corona-Pan­de­mie hat Indien sehr stark getrof­fen. Offi­zi­ell gab es bereits über 30,6 Mil­lion Corona-Infek­tio­nen und über 404.211 Men­schen sind an der Infek­tion ver­stor­ben (Stand: Juli 2021). Der Bun­des­staat Kar­nataka und des­sen Haupt­stadt Ban­ga­lore, wo Sam­vada arbei­tet, ist dabei inner­halb von Indien ein beson­de­rer Corona-Hot­spot. 

Ent­spre­chend stark hat die Pan­de­mie die Arbeit von Sam­vada ein­ge­schränkt. Vor allem Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen und Kam­pa­gnen mit Jugend­li­chen muss­ten und müs­sen aus­fal­len. Am Baduku Com­mu­nity Col­lege hat Sam­vada Kurse online durch­ge­führt. Doch das ist nicht ein­fach. Viele der Jugend­li­chen kön­nen sich das dafür nötige Equip­ment nicht leis­ten und in den länd­li­chen Regio­nen sind Strom­ver­sor­gung und Inter­net­ver­bin­dung insta­bil.
Wie geht es nun wei­ter? Das könnt Ihr unter wei­tere Infos lesen:

Äthiopien:

Hilfe im Doppelpack

In Äthio­pien ist die Hälfte der Bevöl­ke­rung unter­ernährt. In der Region Gam­bela fehlt es vie­len Fami­lien am Nötigs­ten. Das sind schwie­rige Bedin­gun­gen für die 300.000 Kriegs­flücht­linge, die völ­lig mit­tel­los aus dem benach­bar­ten Süd­su­dan in die Region kamen. Kon­flikte sind vor­pro­gram­miert. Die Evange­lische Kir­che Mekane Yesus hilft 990 Haus­hal­ten, sich mit Gemüse­anbau, Klein­tier­zucht und Läden eine Existenz­grund­lage zu schaf­fen. Ein­hei­mi­sche und Flücht­linge pro­fi­tie­ren gemein­sam von dem Pro­jekt. So ist ein fried­li­ches Zusammen­leben mög­lich und es gibt genug zu essen für alle.

UPDATE 2021: Da das Pro­jekt erfolg­reich war, aber immer noch sehr viele Men­schen in Gam­bela in gro­ßer Armut leben, hat Brot für die Welt mit der Evan­ge­li­schen Mekane Yesus Kir­che ein Fol­ge­pro­jekt von 2020 bis 2023 ver­ein­bart. Mit ins­ge­samt 800.000 Euro wer­den die bis­he­ri­gen Maß­nah­men mit neuen Fami­lien fort­ge­setzt. Es gibt aber auch einige neue Vor­ha­ben im Pro­jekt: So sol­len jetzt Früh­warn­sys­teme ent­wi­ckelt wer­den, damit sich die Men­schen in den Dör­fern bes­ser auf Schäd­linge, Dür­ren und Über­flu­tun­gen ein­stel­len kön­nen. Um die Gesund­heit der Fami­lien zu ver­bes­sern, wird nach Wegen gesucht, Zugang zu sau­be­rem Trink­was­ser und den Bau von Latri­nen zu ermög­li­chen. Auch die Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Mäd­chen sol­len noch wei­ter ver­bes­sert wer­den. 

Brasilien:

Gutes Essen für alle!

In Bra­si­lien wird immer mehr Soja von der Agrar­in­dus­trie ange­baut. Die­ser wird als Vieh­fut­ter für den Export genutzt. Dafür wird Regen­wald nie­der­ge­brannt und klei­nen Bau­ern zurück­gedrängt. Im Süden des Lan­des leis­tet die Partner­organisation (CAPA) von Brot für die Welt erfolg­reich Wider­stand. Sie stärkt die klein­bäu­er­li­che, öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft und sorgt dafür, dass in Kin­der­gär­ten und Schu­len gesun­des Bio-Gemüse aus der Region auf den Tel­ler kommt. So bekom­men Kin­der und Jugend­li­che gutes Essen und die Klein­bau­ern ver­läss­li­che, regio­nale Abneh­mer. So wird auch öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft für junge Men­schen zu einem attrak­ti­ven Beruf.

UPDATE 2021: Die Corona-Pan­de­mie hat Bra­si­lien sehr stark getrof­fen. Offi­zi­ell gab es bereits über 19 Mil­lion Corona-Infek­tio­nen und über 526.892 Men­schen sind an der Infek­tion ver­stor­ben (Stand Juli 2021). Die Zahl der Neu­in­fek­tio­nen steigt noch immer an. Über­wie­gend konnte CAPA die Pro­jekt­ar­beit den­noch wie geplant umset­zen. Ein Ziel, ein star­ker Anstieg bei öko­lo­gisch zer­ti­fi­zier­ten Land­wirt­schafts­be­trie­ben, konnte nicht erreicht wer­den, da das Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rium pan­de­mie­be­dingt die Zer­ti­fi­zie­run­gen aus­setzte. Durch den Aus­fall vie­ler Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen kam auch die Arbeit zur Stär­kung der poli­ti­schen Füh­rungs­rolle von Frauen und Jugend­li­chen nicht wie geplant voran. 

Wie geht es nun wei­ter? Wir hof­fen und beten, dass es bald gelingt in Bra­si­lien die Corona-Pan­de­mie zu über­win­den. Dann kann sich CAPA wie­der voll und ganz auf die Stär­kung der Agrar­öko­lo­gie und bäu­er­li­cher Fami­li­en­be­triebe kon­zen­trie­ren. Alle Infor­ma­tio­nen über unse­ren Info-Button: